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In 6 Stufen zum guten Hören

Das Gehör ist ein wichtiger Schlüssel zu unserer Umwelt. Es unterstützt unsere Wahrnehmung, verbindet uns mit unseren Mitmenschen und ist ein wichtiger Faktor unserer Lebensqualität.

Wir von Gerland begleiten Sie auf Ihrem persönlichen Weg zum guten Hören und das engagiert, kompetent und mithilfe modernster Technologien. Die Vielfalt aktueller und zeitgemäßer Akustiklösungen ermöglicht es uns dabei, ganz individuell auf Ihre Hörwünsche einzugehen.

treppe stufen gutes hoeren

Stufe 1 – Ihr individuelles Hörprofil

Sind Sie sportlich aktiv oder lieber kulturell interessiert? Ist Ihr persönlicher Alltag eher abwechslungsreich oder entspannt? Ihre Hör- und Lebensgewohnheiten verraten viel darüber, welches Hörsystem für Sie das Richtige ist. Damit wir Ihnen genau das passende Modell für Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse empfehlen können, möchten wir Sie gern ein klein wenig kennenlernen. Neben dem wichtigen persönlichen Gespräch, kann heute dank einem objektiven Analysewerkzeug Ihr Hör-Alltag ausgewertet und so der

Bedarf an Hörgeräte-Funktionen abgewogen werden.

Sie entscheiden, worauf es Ihnen beim Hören ankommt und in welchen Situationen gutes Hören und Verstehen für Sie besonders wichtig ist. Setzen Sie dazu Ihre Schwerpunkte individuell für eine optimale Beratung.

Stufe 2 – Ihr Hörvermögen

Mit einem gesunden Gehör nehmen Sie ein breites Spektrum an Tönen wahr. Grillenzirpen und Vogelgezwitscher hören Sie ebenso deutlich wie tiefes Donnergrollen oder das Brummen eines Motors. Normalerweise hört ein Mensch Frequenzen zwischen 20 und 20.000 Hertz und kann Lautstärken von 0 bis 120 Dezibel wahrnehmen. Die Hörleistung beträgt dann 100%.

Die häufigsten Gründe für einen Hörverlust sind alters- oder lärmbedingte Schädigungen der feinen Sinneszellen in der Hör-

schnecke (Cochlea). Schon bei leichten Hörproblemen ist es sinnvoll aktiv zu werden, um das Zusammenspiel zwischen Ohr, Nervenbahnen und Gehirn weiterhin zu fordern und zu trainieren. Denn es geht nicht nur um das Hören, sondern um das richtige Verstehen. Lassen Sie Ihr Gehör deshalb mindestens einmal im Jahr vom HNO-Arzt oder beim Hörakustiker kontrollieren.

Verstehen ist eine Meisterleistung unseres Gehirns

Wenn Sie ans Hören denken, denken Sie bestimmt zuerst an Ihre Ohren. Tatsächlich findet das eigentliche Verstehen aber zwischen unseren Ohren statt: in unserem Gehirn. Denn unser Gehirn gibt den Klängen erst einen Sinn.

Je mehr akustische Details das Gehirn erhält, desto leichter kann es Sprache und Lärm getrennt wahrnehmen oder Gesagtes verstehen. Solange wir gut hören, ist dieser Prozess mühelos für uns. Sobald aber das Hörvermögen nachlässt, verändert sich die Lautstärke sowie die Klangfarbe, die unser Gehirn gewohnt ist.

Dadurch ist das Hören anstrengender, und wir brauchen immer mehr geistige Energie, um die entstandenen Klanglücken zu ergänzen und mit Sinn zu füllen.

Hören kann also müde machen! Neueste wissenschaftliche Studien belegen, dass der Mangel an akustischen Reizen und der soziale Rückzug zu einem Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit führen können. Experten bezeichnen eine nicht versorgte Altersschwerhörigkeit sogar als Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression.

Stufe 3 – Ihr persönlicher Stil

Moderne Hörsysteme gibt es in verschiedenen Bauformen und Ausführungen. Jede Ausführung hat besondere Eigenschaften hinsichtlich des Tragekomforts und der Akustik. Auch in ihrer Handhabung und Bedienung können diese sich deutlich unterscheiden. Anhand Ihres individuellen Hörprofils und persönlichen Vorlieben sowie der anatomischen Gegebenheiten empfehlen wir genau das Modell, welches optimal zu Ihnen passt.

Stufe 4 – Hörtraining

Wir freuen uns, Sie in der Welt der Hörgeräteträger begrüßen zu dürfen! Da das Hören mit technischer Unterstützung etwas Übung und ein bisschen Geduld bedarf, müssen Sie etwas üben. Anders ist es bei einer Brille, die setzen Sie auf und die Augen gewöhnen sich sofort. Unsere sensiblen und wertvollen Hörorgane müssen erst mal trainiert werden. Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihrem neuen Hörgerät ziehen können, möchten wir Sie bitten, in den nächsten 14 Tagen möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Dazu ist es sinnvoll, Ihr Hörgerät mindestens acht Stunden am Tag zu nutzen.

Mit den kleinen Aufgaben möchten wir Sie in Ihrem folgenden Alltag begleiten und Sie dazu anregen, sich intensiver mit Ihrem neuen Hörgefühl auseinanderzusetzen. Wir empfehlen jeden Tag eine der Aufgaben durchzuführen (die Reihenfolge aus dieser Broschüre dürfen Sie gerne Ihrem Alltag anpassen).

Bitte bringen Sie diesen Fragebogen zu Ihrem nächsten Termin mit, damit wir gemeinsam Ihre Erfahrungen auswerten können und so das optimale Hörgerät für Sie anpassen können.

Keine Angst vor lauten Klängen

Lassen Sie sich auf Ihre neue „alte“ Klangwelt ein und entdecken Sie Vogelgezwitscher, Kinderstimmen und Zeitungsrascheln wieder neu für sich. Dank Ihrer neuen Hörgeräte hören Sie viele Geräusche intensiver - auch die weniger angenehmen (z. B. Geschirrklappern). Da das Gehirn viele Geräusche leiser oder gar nicht mehr wahrgenommen hat, muss es sich langsam wieder daran gewöhnen. Trainieren Sie Ihr Gehör auf die neue Klangwelt wie ein Sportler auf einen Langlauf. Wie der Körper muss sich auch das Gehirn an die zusätzliche Leistung gewöhnen. Je konsequenter Sie die neuen Hörgeräte tragen, desto besser. Dann werden sich die durch das Hörgerät verstärkten Klänge, Geräusche und Stimmen bald in das gewohnte Klangbild integrieren. Eine entscheidende Bereicherung sind die Helfer schon jetzt.

Hören neu entdecken

Differenziertes Hören kann so spannend sein. Nach einigen Tagen des Tragens Ihrer neuen Hörgeräte werden Sie feststellen, wie viele Details Ihnen vorher entgangen sind. Unterstützen Sie diesen Prozess aktiv, und gehen Sie auf die Suche. Üben Sie das differenzierte Hören von Alltagsgeräuschen. Der Wasserkocher, Schritte auf dem Asphalt, raschelnde Kleidung, das Klappern einer PC-Tastatur — der Alltag hat viele Geräusche zu bieten, die sich mit Hörgeräten anders anhören als ohne. Es ist völlig normal, dass Sie das so wahrnehmen. Achten Sie ruhig ganz bewusst darauf, so trainieren Sie automatisch Ihr akustisches Gedächtnis. Tauschen Sie sich mit normal hörenden Angehörigen aus über die neuen Geräusche, deren Herkunft und Lautstärke (das Summen des Kühlschrankes oder das Ticken der Küchenuhr), um diese besser einsortieren zu können.

Sprache üben

Hören und Verstehen ohne Anstrengung. Oftmals ist dies das Hauptziel, um einfach mal einer Unterhaltung lauschen zu können. Durch Ihre neuen Hörgeräte können Sie nun auch Gesprächen wieder besser folgen. Vielleicht nicht ganz so selbstverständlich wie früher, aber Sie verstehen die Wörter wieder und können sich an einer Unterhaltung beteiligen. Auch hier können Verbesserungen bewusst geübt werden: Telefonieren Sie viel, hören Sie Hörbücher, drehen Sie sich bei Unterhaltungen weg und trainieren Sie das Sprachverständnis ohne Blickkontakt. Scheuen Sie keine Gelegenheit, sich zu unterhalten, denn Übung macht den Meister.

Sorgen Sie für sich

Sie wissen am besten, was Sie brauchen. Neue Hörgeräte sind eine große Unterstützung, besonders bei Unterhaltungen, zum Beispiel in einem Restaurant. Doch manchmal sind die akustischen Voraussetzungen eben doch nicht ganz einfach. Dann ist es an Ihnen, sich für die bestmögliche akustische Lösung einzusetzen. Suchen Sie sich einen Platz mit dem Rücken zur Wand, damit von hinten keine Störgeräusche kommen. Noch besser wird es, wenn Sie gezielt einen Tisch aussuchen, der akustisch etwas abgeschirmt ist, vielleicht weil er in einer Nische oder hinter einer Pflanze steht. Am besten gehen Sie gleich in ein Lokal mit guter Akustik. Gepolsterte Möbel, Vorhänge, raue Tapeten und niedrige Decken verhelfen sehr zu so einem guten Raumklang.

Helfen Sie den Helfenden

Auch das Umfeld muss erst lernen, was es für Sie tun kann. Hier sind Sie der Helfer. Wer gut hört, kann sich nicht vorstellen, wie anstrengend es manchmal sein kann, einer Unterhaltung zu folgen. Wer gut hört, denkt auch, dass alle akustischen Probleme mit dem Tragen eines Hörgerätes sofort beseitigt sind. Der Einzige, der diese Irrtümer aufklären kann, sind Sie. Erklären Sie Ihrem Umfeld, was Sie in schwierigen Situationen benötigen und was Sie bereits an Denkarbeit leisten, um eine Verständigung zu ermöglichen. Haben Sie Geduld, wenn Ihr Gegenüber Ihre Bitten manchmal vergisst. Wir sind alle nur Menschen.

Stufe 5 – Ihre Komfort-Anforderungen

Es gibt eine Vielzahl von Hörsystemen auf dem Markt. Technisch unterscheiden sie sich durch ein breites Spektrum an Ausstattungsmerkmalen. Welche Ausstattung für Sie die

richtige ist, hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Eine objektive Auswertung

Ihres Höralltags mittels eines Analaysewerkzeuges liefert dann spannende Erkenntnisse

für eine Beratung durch uns.

Nulltarif Plus

Unser exklusiver Nulltarif Plus bietet eine Menge - und das für Sie absolut kostenfrei. Einer persönlichen Beratung durch unser qualifiziertes Team folgt die individuelle Anpassung mit modernsten Markenhörsystemen, z.B von Siemens/Signia oder Oticon. Als Gerländer profitieren Sie außerdem sechs Jahre lang von unserem umfassenden Service-Paket. Hörgerätebatterien und ein Startpaket mit hochwertigen Reinigungprodukten sind ebenfalls inklusive! Ihre Krankenkasse sorgt dafür, dass alle aufzahlungsfreien Hörsysteme Mindestanforderungen erfüllen. Unsere Ausstattung der Nulltarif Plus Modelle übertreffen die Anforderungen der gesetzlichen Krankenkasse bei weitem.

Stufe 6 – Hörlösungen

Pflege

Ihre Geräte müssen mit vielen Einflüssen zurechtkommen — von Feuchtigkeit und Hitze über Cerumen (Ohrenschmalz) bis hin zu Kosmetikprodukten. Um sie in einem guten Zustand zu halten, sollten Sie Folgendes beachten:

Für eine lange Lebensdauer der Batterie öffnen Sie bitte das Batteriefach während Sie die Hörgeräte nicht tragen.

  • Beim Batteriewechsel entfernen Sie den kleinen Aufkleber der die Batterie versiegelt und lassen sie etwa ein bis zwei Minuten liegen, bevor sie ins Hörgerät gesetzt werden.
  • Halten Sie Ihre Hörgeräte immer sauber und trocken.
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Ihre Hörgeräte jeden Tag zu reinigen.
  • Nehmen Sie dazu niemals Haushaltsreiniger, Öl oder Wasser. Benutzen Sie stattdessen unsere Desinfektionstücher oder das Desinfektionsspray samt Bürste.
  • Prüfen Sie regelmäßig den Filter im Schallausgang Ihrer Hörgeräte und entfernen Sie gegebenenfalls Cerumen durch einen Filterwechsel.
  • Überprüfen Sie immer, ob Sie Ihre Hörgeräte abgenommen haben, bevor Sie schwimmen gehen, duschen oder Haarspray benutzen.
  • Wir empfehlen eine regelmäßige Kontrolle des Hörorgans beim HNO-Facharzt. Stimmen Sie mit Ihm die genauen Zeitintervalle ab, spätestens nach einem Jahr erinnert Sie ein Vermerk auf Ihrer Kundenkarte an den Besuch.

Zubehör

  1. Umgewöhnen der Handhaltung

Falls Sie Im-Ohr-Geräte tragen, verändert sich nichts. Der Telefonhörer kann weiterhin direkt ans Ohr gehalten werden. Um optimal mit Ihren Hinter-dem-Ohr-Geräten telefonieren zu können, halten Sie das Telefon an den oberen Bereich der Ohrmuschel, da sich dort die Mikrofone Ihrer Hörgeräte befinden. Für viele Geräte können wir Ihnen ein spezielles Telefonprogramm erstellen - sprechen Sie uns gerne an!

  1. Telefonspule

Wenn Ihr Telefon eine Induktionsspule besitzt, kann Ihr Hörakustiker die sogenannte „Telefonspule“ in Ihren Hörgeräten aktivieren. So können Sie störungsfrei ohne Umgebungslärm telefonieren. Auch viele Kirchen, Kinos und Theater bieten mittlerweile über Ringschleifen die Übertragung durch Telefonspulen. Achten Sie auf das entsprechende Symbol.

  1. Drahtlos über „Bluetooth“

Handy-und Festnetztelefonate lassen sich per Bluetooth-Schnittstelle „freihändig“ führen. Ihr Telefon wird einmal per Bluetooth direkt mit Ihrem Telefon oder dem speziellen Zubehör verbunden, ab dann erscheint das Klingelsignal direkt in den Hörgeräten und man hört den Anruf in beiden Ohren.

Drahtlos Fernsehen und Musik hören

Es gibt spezielles Zubehör, welches Ihnen ermöglicht, Musik oder den Fernseher drahtlos zu hören und zu genießen. Der Klassiker in puncto Sprachverstehen und Klangqualität beim Fernsehen ist beispielsweise der Sennheiser Kopfhörer. Dieser Kinnbügel wird ohne Hörgeräte kabellos genutzt und einfach in die Ohren gehängt.  Zur Benutzung mit Hörgeräten verwendet man einen Funk oder Bluetooth Sender der den Ton vom Fernseher, MP3-Player, Bluetooth-Telefon und vielen anderen Geräten quasi direkt ins Ohr überträgt. Der Stereo-Klang ist damit deutlich besser zu hören und voluminöser. Die Hörgeräte werden somit zu einer Art Headset oder Kopfhörer. Diese Systeme werden bei uns so eingestellt, dass die Umgebung noch gut gehört werden kann, um ansprechbar zu bleiben oder Haustürklingel und Telefon hören zu können. Geräte „Made for iPhone“ können nicht nur ohne Zusatzgeräte den Ton von Apple iPhone oder iPad empfangen, sondern auch über Zubehör den Fernsehton direkt übertragen.

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